Aktuelles aus dem IFM-GEOMAR
– Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig empfängt Meeresforscher aus Qingdao – Gemeinsame Pressemitteilung der Landeshauptstadt Kiel und des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR 26.07.2010/Kiel. Heute startet am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) die sechste meereswissenschaftliche Deutsch-Chinesische Sommerschule. 40 Teilnehmer aus Deutschland und aus Qingdao (China) beschäftigen sich zwei Wochen lang mit den Folgen des globalen Wandels für die Ozeane. Zum Auftakt empfing Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig die Gruppe im Rathaus der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt.
Die eine Stadt hat rund 235.000 Einwohner, die andere 7,4 Millionen. Und doch haben Kiel und die chinesische Hafenstadt Qingdao viel gemeinsam. Zum Beispiel waren beide Ausrichtungsorte olympischer Segelwettbewerbe. Und in beiden Städten arbeiten Wissenschaftler auf Weltniveau an der Erforschung der Meere – seit 2004 sogar in enger Zusammenarbeit. Zwischen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, dem Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und der Ocean University of China (OUC) in Qingdao besteht ein Kooperationsabkommen. Jährliche meereswissenschaftliche Sommerschulen, die abwechselnd in Deutschland und in China abgehalten werden, sind ein Teil dieser Kooperation. Die mittlerweile sechste Sommerschule startet heute in Kiel. Doch bevor sich die rund 40 Teilnehmer in die wissenschaftliche Arbeit stürzten, stand zunächst ein Empfang im Kieler Rathaus auf dem Programm. Oberbürgermeister Torsten Albig begrüßte die Gäste vom Gelben Meer persönlich an der Förde. „Das Wasser ist Kiels Markenzeichen. Das zeigt sich ganz besonders in den exzellenten Meereswissenschaften, die in Kiel zuhause sind“, sagte der Oberbürgermeister. Er freue sich über die tiefe Verbundenheit des IFM-GEOMAR mit der Landeshauptstadt und über die enge Zusammenarbeit der Meereswissenschaftler in Kiel und Qingdao. Albig hob hervor, dass die Meeresforschung eines der Standbeine für die gerade entstehende Kooperation zwischen Kiel, Qingdao und Kiels Partnerstadt Brest (Frankreich) sein solle. Während einer Reise zum Qingdao Sailing Forum im August wolle er diese Städtepartnerschaft weiter ausbauen. „Dort werden wir auch die Ocean University of China besuchen und hoffentlich Gelegenheit haben, unseren Kontakt weiter zu vertiefen“, versprach Albig den Gästen aus China. Nach dem Empfang im Rathaus und weiteren Rundgängen über den Universitätscampus sowie durch Kiel beginnt für die Teilnehmer der Sommerschule am Dienstag der wissenschaftliche Teil des Programms. Zwei Wochen lang beschäftigen sich die jungen Meeresforscher vor allem mit den Reaktionen der Meere auf den globalen Wandel, mit möglichen Veränderungen der Nährstoffkreisläufe, mit Reaktionen von Mikroorganismen im Sediment oder aber mit möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf das internationale Seerecht. Für den zweiten Teil der Sommerschule reisen die Teilnehmer am 1. August weiter ans Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen, das zusammen mit der dortigen Universität ebenfalls an der gemeinsamen meereswissenschaftlichen Initiative beteiligt ist. „Uns geht es dabei auch um Erfahrungsaustausch und eine Internationalisierung der Lehre. Denn Meeresforschung ist von einem Land alleine nicht zu bewältigen“, betont Dr. Alexandra Drossou-Berendes, Projektkoordinatorin am IFM-GEOMAR.
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