Aktuelles aus dem IFM-GEOMAR
– Vierte Sommerschule für Marine Geowissenschaften am IFM-GEOMAR – 12.07.2010/Kiel. Erdeben in Haiti und in Chile, Vulkanausbruch in Island – Die Erde hat in diesem Jahr mehr als deutlich gezeigt, wie sehr wir Menschen ihr ausgeliefert sind. Vielleicht war deshalb das Interesse an der vierten „Sommerschule für Marine Geowissenschaften“ am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) besonders groß. „So viele Bewerber wie in diesem Jahr hatten wir noch nie“, sagt der Vulkanologe Dr. Steffen Kutterolf, einer der Organisatoren der Sommerschule. Die 25 Glücklichen, deren Bewerbungen erfolgreich waren, erleben vom 12. bis 16. Juli eine spannende Woche mit abwechslungsreichem Programm an dem Kieler Institut. Wissenschaftler des IFM-GEOMAR stellen in Vorträgen ihre Forschungsinteressen vor, darunter Rohstoffe aus dem Meer, die Auswirkungen von Vulkanausbrüchen auf die Meere, die Bedeutung von Mikroben am Meeresboden, Erdbeben und Tsunamis, die Entstehung von Ozeanböden und Biominerale im Meer. An den Nachmittagen dürfen die Teilnehmer in Kleingruppen selbst aktiv werden. In praktischen Übungen und exemplarischen Kleinprojekten können sie in den Laboren des IFM-GEOMAR umsetzen, was sie vorher gelernt haben. Der schon traditionelle Höhepunkt der Sommerschule ist die Präsentation der Gruppenarbeiten am Freitag, 16. Juli. Die Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 20 Jahren kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, von Schwäbisch Gmünd bis Schleswig. Auch bei der vierten Sommerschule setzt sich ein Trend fort, der bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten war: der hohe Anteil weiblicher Sommerschüler. „In diesem Jahr sind es 17 gegenüber acht männlichen“, sagt Mit-Organisator Dr. Sven Petersen. Für alle, die 2010 keinen Platz bei der Sommerschule ergattern konnten oder einfach zu spät von der Veranstaltung erfahren haben, hat er einen Tipp: „Im nächsten Jahr wieder probieren.“ Denn die Erde bleibt faszinierend, sie zu verstehen lebenswichtig für die Menschheit. „Deshalb wollen wir auch in den kommenden Jahren Schülern und jungen Studenten die Geowissenschaften näher bringen“, betont Kutterolf.
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